Projekt

Ein Rehabilitationszentrum hilft psychisch kranken Menschen in Litauen

09/2010


Zimmer.

Bald sieht es hier
aus wie neu: Die
Bewohner renovieren selbst

Vyziai liegt in Litauen, zwölf Kilometer südöstlich von Siluté. An der Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad. Siluté zählt 21#000 Einwohner, Vyziai elf. Es sollen bald 16 sein. Nach Vyziai ziehen Menschen, die psychisch krank sind, die an der Flasche oder der Nadel hingen. Sie kommen hierher, kehren der Welt den Rücken - um aus dem alten Leben auszusteigen. Es sind junge Erwachsene zwischen 22 und 40 Jahren. Schulabbrecher, Abiturienten, Akademiker. Den medizinischen Entzug haben sie hinter sich, den Weg zurück in die Gesellschaft lange nicht geschafft. In der Stadt wollte niemand das Projekt, den "Kranken" nebenan. So sind es einsame Schritte im Rehabilitationszentrum Gabrielius, einem sehr alten Pfarrhaus. Risse kriechen die Wände entlang, Regen tropft durchs Dach, durch kaputte Fensterscheiben bläst der Wind. Geld muss her zum Renovieren:16#000 Euro. Das Gustav-Adolf-Werk in Leipzig hat Vyziai als ein Projekt des Jahres 2010 ausgewählt und sammelt Spenden. "Lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen" (Gal. 6,10), heißt das Motto des Vereins, der evangelische Minderheiten im Ausland unterstützt.

 

 

Spendeninformation

Gustav-Adolf-Werk e.#V., Landeskirchliche Kreditgenossenschaft Sachsen eG-LKG Dresden
Konto 22#33#44, BLZ: 850#951#64
Stichwort: chrismon. Für die Spendenquittung die eigene Anschrift im Betrefffeld der Überweisung angeben.
Etat 2010
Litauen: 53#000 Euro;
Vyziai: 16#000 Euro.
Adresse Gustav-Adolf-Werk e.#V.,
Pistorisstraße 6, 04229 Leipzig,
Tel. 0341/490#620, Fax 0341/490#6266.
www.gustav-adolf-werk.de

 

 

 

Fragen an Mindaugas Kairys, Gründer des Rehabilitationszentrums

chrismon: Warum finanziert die Gemeinde das Projekt nicht selbst?
Mindaugas Kairys:
Wir leben im katholi­schen Litauen in der Diaspora. Wir haben wenig Mitglieder und wenig Mittel. Dabei übernehmen wir Arbeit, die der Staat nicht leistet. Gabrielius ist das einzige Rehabilitationszentrum im Westen des Landes. Wir leben im katholi­schen Litauen in der Diaspora. Wir haben wenig Mitglieder und wenig Mittel. Dabei übernehmen wir Arbeit, die der Staat nicht leistet. Gabrielius ist das einzige Rehabilitationszentrum im Westen des Landes.

Was machen Sie mit 100 Euro?
Als wir in das Pfarrhaus zogen, glich es einer Ruine. Um es bewohnbar zu machen, brauchen wir jeden Euro. Wir installieren Stromleitungen, streichen die Wände, verlegen Böden, erneuern das Dach.

Wie läuft das tägliche Leben in Vyziai ab?
Die Bewohner schlafen zu viert in einem Zimmer. Tagsüber arbeiten sie. Kochen, putzen, renovieren. Sie pflegen Tiere, spielen im Dorf Fußball. Psychologen und Fachärzte therapieren sie täglich.


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Quelle: chrismon.de
URL: http://www.chrismon.de/projekt.php
[Stand: Dienstag, 31. August 2010 14:07 Uhr]

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