Umfrage des Monats

Religionen machen sich im Alltag bemerkbar - was davon stört die Deutschen?

03/2010


Balkendiagramm.

Ob ein Bauverbot für Minarette wohl in Deutschland eine Mehrheit fände? Eher nicht. Nur ein Drittel stört sich daran. Aber: In der Metropole Berlin regt sich fast jeder Zweite (42 Prozent) über neue Gebetstürme auf. Lehrerinnen mit Kopftuch sind über 50-Jährigen (45 Prozent) ein größeres Ärgernis als den Schülern (17 Prozent), die tatsächlich mit ihnen zu tun haben. Fast jeder vierte Ostdeutsche nimmt Anstoß daran, wenn im Gerichtssaal ein Kreuz hängt. Interessant: In Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen ist das nicht anders. Und wer die Norddeutschen an der Haustür bekehren will, hat besonders schlechte Karten: 85 Prozent fühlen sich davon gestört. 

Quelle: EMNID-Institut im Auftrag von chrismon

 

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Maria Flachsbarth, Beauf­trag­te für Kirchen und Religionsgemeinschaften der CDU/CSU im Bundestag
Ich begrüße es, wenn Religion sichtbar ist, so ist die Religionsfreiheit gemeint - für Einzelne und Gemeinschaften. Kirchen, Synagogen und Moscheen sind schöne Zeichen für vielfältig gelebten Glauben in unserem Land. Nur eine klare Grenze setze ich: wenn unter dem Deckmantel einer Religion gegen das Grundgesetz verstoßen wird, dann - und nur dann - "stört mich" Religion.

 

Hans-Joachim Greifenstein, Erstes Allgemeines Babenhäuser Pfarrerkabarett
Mich nervt nicht Glock' noch Muezzin. Die Volksreligion Nr. 1 in unserem Land ist der Konsumismus. Da sägt der Callcenter­ver­käu­fer an den Nerven, da beleidigt klotzige Protzarchitektur der Einkaufstempel meine Augen, und Tiefgaragen drücken aufs Gemüt.


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Quelle: chrismon.de
URL: http://www.chrismon.de/Umfrage_des_Monats.php
[Stand: Donnerstag, 11. März 2010 17:17 Uhr]

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