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Im Wald, auf dem Friedhof oder anonym: Wo möchten Sie einmal begraben sein?

11/2009


Balkendiagramm.

Bis in den Tod bei der Familie bleiben: 17 Prozent der Frauen in unserer Umfrage sagen, sie wollen dort bestattet werden, wo ihre Kinder leben - unter den Männern sind es nur neun Prozent. Männern (15 Prozent) und Ostdeutschen (17 Prozent) ist es dagegen überdurchschnittlich häufig egal, wo sie einmal ihre letzte Ruhe finden werden. Ein anonymes Grab wünschen sich nur drei Prozent; in der Gruppe der ältesten Befragten (60 Jahre und älter) meinen aber mit sechs Prozent überdurchschnittlich viele Menschen: Ich will an einem Ort ruhen, den niemand kennt.

Quelle: EMNID-Institut im Auftrag von chrismon

 

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Claus von Wagner, Kabarettist ("Erstes Deutsches Zwangsensemble" u.#a.)
Wo ich begraben werden will? Na ja, ­vielleicht streuen wir meine Asche einfach in die Serveranlagen weltweit führender Hedgefonds. Auf diese Weise wäre ich wenigstens noch einmal ein bisschen Sand im Getriebe des enthemmten ­Finanzkapitalismus.

 

Kerstin Gernig, Geschäftsführerin des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur
Durch die beruflich bedingte Mobilität wissen viele Menschen mit 40 noch nicht, wo sie mit 60 Jahren leben werden. Es ist aber gut, schon zu Lebzeiten zu wissen, wo die Angehörigen eines Tages an uns denken werden. Und für die Hinterbliebenen sind Rituale wichtig: einen Ort aufsuchen, sich erinnern, eine Rose aufs Grab legen - diese Gesten verbinden.


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Quelle: chrismon.de
URL: http://www.chrismon.de/4942.php
[Stand: Donnerstag, 11. März 2010 17:23 Uhr]

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