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Von schön bis schrecklich - was die Deutschen denken, wenn sie sich an die Schule erinnern

09/2009


Balkendiagramm.

Ist es der verklärte Blick zurück? Oder war die Schule früher besser? Wir haben die Menschen in unserer Umfrage gebeten, sich an ihre Schulzeit zu erinnern. Nur eine Antwort war möglich. Ergebnis: Fast zwei Drittel (63 Prozent) der über Sechzigjährigen haben in der Schule gelernt, was sie fürs Leben brauchen. Wer zwischen 14 und 29 Jahre alt ist, ist skeptischer - in dieser Altersgruppe sagen 30 Prozent, dass man im Klassenzimmer fürs Leben lernt. Allerdings: Unter den jungen Menschen sind die meisten Befragten (26 ­Prozent), die meinen, dass die Schulzeit die schönste Zeit des Lebens war (ist). Auffällig bei den Schulfrustrierten: Es gibt deutlich mehr Männer (18 Prozent) als Frauen (elf ­Prozent), die froh waren, als die Schulzeit vorbei war. Die gute Nachricht für alle Lehrer: Fast alles vergessen, was auf dem Lehrplan stand, haben nur vier Prozent der Befragten.


Quelle: EMNID-Institut im Auftrag von chrismon

 

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Professor Eckhard Klieme, Leiter des deutschen PISA-Konsortiums
Schule muss Anerkennung, Unterstützung und Herausforderung bieten. Ich konnte als Schüler vielen Dingen auf den Grund gehen, weil ich an einer Reformschule war. Andere erfahren leider häufig Demütigungen, Misserfolge oder Langeweile. Es macht Mut, dass viele positive Erinnerungen haben.

 

Gisela Gravelaar, Leiterin der Wartburg-Grundschule, Münster (Deutscher Schulpreis 2008)
Schöne Erinnerungen habe ich an Mit­schüler und Lehrer, die ich geschätzt habe. Ich gehörte zu den motivierten Kindern - wenn ich mich wahrgenommen fühlte. Leider schauten viele Pädagogen in den 60er Jahren auf die Klasse, nicht auf das einzelne Kind. Meine Lernfreude entfaltete sich also nach der Schule - hält aber bis heute vor.


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Quelle: chrismon.de
URL: http://www.chrismon.de/4660.php
[Stand: Donnerstag, 11. März 2010 17:23 Uhr]

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