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Museum, Gottesdienst oder nichts? Was machen Sie vor oder an einem Gedenktag?

01/2009


Balkendiagramm.

Das Grundgesetz wird 60 Jahre alt, der Fall der Berliner Mauer jährt sich zum 20. Mal, der Geburtstag des Reformators Johannes Calvin liegt 500 Jahre zurück: 2009 bringt viele Gedenktage mit sich. Und geschichtsvergessen sind sie nicht, die Deutschen. Für über die Hälfte von ihnen bieten Gedenktage Anlass, sich in den Medien oder Büchern über das Thema zu informieren. Interessant: Mehr Frauen (59 Prozent) als Männer (49 Prozent) gehen auf Informationssuche. Für jeden Zweiten in der Gruppe der 50- bis 59-Jährigen ist die Kirche ein Ort des Erinnerns: 50 Prozent besuchen einen Gedenkgottesdienst. Unter jungen Menschen (14 bis 29) sagt das nur jeder Fünfte.
Quelle: EMNID-Institut im Auftrag von chrismon

 

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Ulrike Poppe, 55, DDR-Bürgerrechtlerin
Die Fotos und Filmaufnahmen von den jubelnden Menschen, die am 9. November die Mauer durchbrachen, bewegen mich auch heute noch. Dieser Freiheitsgewinn bestärkt mich in der Überzeugung, dass die Welt zum Guten hin veränderbar ist.

 

Harald Welzer, 50, Erinnerungsforscher
Geschichtsgefühle lassen sich durch Gedenktage kaum wecken. Das heißt aber nicht, dass Deutschland eine ahistorische Gesellschaft wäre - im Gegenteil: Nationalsozialismus und Holocaust entfalten bis heute eine solche Schwerkraft, dass Geschichte für die Deutschen eine enorm wichtige Rolle spielt.

 

Johanna Zeul, 27, Sängerin
Falls ich das Thema spannend finde, schaue ich auf Wikipedia nach und denke ein bisschen an die Vergangenheit. Da meine Band in der DDR aufgewachsen ist, interessiert mich der Tag der Deutschen Einheit und der Reformationstag, der zu DDR-Zeiten abgeschafft worden war.


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Quelle: chrismon.de
URL: http://www.chrismon.de/3669.php
[Stand: Donnerstag, 11. März 2010 17:23 Uhr]

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