September 2007

Gehalt, Glauben, Politik - Worüber sollte man auf Partys besser nicht reden?

09/2007


Balkendiagramm.

Sie sind auf eine Party eingeladen? Wie schön. Aber seien Sie vorsichtig - bei Gesprächen mögen es die Deutschen lieber unverfänglich. Tabuthema Nummer eins ist das Gehalt. 59 Prozent wollen nicht verraten, was sie verdienen. Unter den Frauen sind es sogar 65 Prozent. Ob sie krank, verliebt oder CDU-Wähler sind - mehr als die Hälfte der Befragten spricht beim Bier oder Wein garantiert nicht darüber. Und was ist mit Tratschen? Hier unterscheiden sich die Generationen. 29 Prozent der 14- bis 19-Jährigen behaupten, sie würden sich nicht über andere Partygäste unterhalten. Die Älteren geben sich noch zurückhaltender. 56 Prozent der über 50-Jährigen lassen die Lästerei lieber bleiben. Wer über seinen Glauben spricht, hat noch die besten Chancen auf ein nettes Gespräch. Das Thema ist nur für 39 Prozent partyuntauglich.

Quelle: EMNID-Institut im Auftrag von chrismon.

 

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Anna-Gabriela Zollfrank, 49, Kommunikationstrainerin und Etikette-Expertin

Small Talk ist gute, lebendige und persönliche Unterhaltung, für die ich Aspekte wähle, die meine Gesprächspartner interessieren. Vorsicht allerdings bei Themen wie Krankheit - das kann schnell ausufern. Ein wahrer Stimmungskiller ist, Menschen mit der eigenen Meinung zu "missionieren".

 

Juergen Boos, 46, Direktor der Frankfurter Buchmesse

Grundsätzlich sind alle Themen erlaubt, solange die beiden Todsünden des Small Talks vermieden werden: andere zu langweilen oder zu beleidigen. Falls der Gesprächsstoff ausgeht, spricht man am besten über Literatur. Ich habe Heinrich Böll wiederentdeckt und mit ihm die Moralisten. Darüber lässt es sich wunderbar debattieren.


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Quelle: chrismon.de
URL: http://www.chrismon.de/2088.php
[Stand: Dienstag, 31. August 2010 14:19 Uhr]

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